Wartungsetiketten für Inhibitoren

von / Samstag, 20 Juli 2013 / Veröffentlicht inAllgemein

Wartung von Heizungsanlagen mit Inhibitoren

Die 2005 eingeführte VDI 2035 schreibt eine besondere Qualität des Füllwassers für Heizungsanlagen vor. Damit sollte der reibungslose Betrieb der Heizung gewährleistet werden. Allerdings nahmen nicht viele Heizunsgbesitzer diese Normen sehr ernst.

Im Jahr 2009 wurde daher Blatt 2 dieser Verordnung nachgereicht. Hier sind nicht nur die Betreiber der Heizungen in der Pflicht, sondern auch die Fachbetriebe für Heizungsbau.

Lesen Sie dazu den Fachbeitrag von Diplom Ingenieur Wolfram Ball:

Inhibitoren für das Heizungsfüllwasser

nach VDI 2035 Blatt 1 und Blatt 2

Vorgeschrieben sind sie nicht, die Inhibitoren. Aber die vorgeschriebene Qualität des Heizungsfüllwassers lässt sich ohne den Einsatz der Inhibitoren meistens nicht erreichen und aufrecht erhalten.

Als Trinkwasser sind unsere Wässer ausgezeichnet geeignet, aber modernen Heizungsanlagen können der Säure- und der Härtegrad beachtlichen Schaden zufügen. Deshalb wurde die VDI 2035 im Jahre 2005 eingeführt. Bald stellte sich aber heraus, dass die in die Pflicht genommenen Heizungsbetreiber technisch überfordert waren und ihrer Verpflichtung zur Aufrechterhaltung der geforderten Wasserqualität nicht nachkommen konnten (und wollten). Daher wurde Blatt 2 der VDI 2035 im Jahre 2009 nachgeschoben. Hierin wurden jetzt auch die Heizungsbauer zusätzlich in die Pflicht genommen. Die fanden sich bis dahin aber – gelinde gesagt – nur sehr zögerlich bereit, die Heizungsanlagen zu kontrollieren und zu warten.

Seit 2009 sind die Heizungsbauer aber verpflichtet, dem Heizungsbesitzer helfend zur Seite zu stehen. Man fragt sich: Warum eigentlich diese bis heute bestehende Zögerlichkeit? Ein großer Servicemarkt mit sehr guten Gewinnaussichten wartet auf die Branche Heizung Sanitär.

Wo liegen die Probleme bei dieser Technik?
Komplizierte Technik? Keinesfalls! Große Investitionen? Keinesfalls! Unkalkulierbares Risiko? Keinesfalls!

Die Vorteile der Technik mit Inhibitoren liegen auf der Hand:

  • Die Technik hierfür ist für den Fachmann leicht erlern- und beherrschbar.
  • Der Kontroll- und Wartungsservice ist quasi jedem Heizungsbesitzer vorgeschrieben.
  • Jeder Heizungsbetreiber – auch von Anlagen unter 50 kW – ist also ein potentieller Kunde!
  • Kunden zu requirieren ist leicht wie selten:
    Alle Kunden anschreiben, die Kontroll- und Servicearbeiten (evtl. per Vertrag) anbieten
    und um den Auftrag oder um eine unterschriebene Befreiungserklärung bitten.

Befreiungserklärung, was ist das? Der Kunde erklärt schriftlich und mit seiner Unterschrift, dass er selber für die vorgeschriebene Aufrechterhaltung der geforderten Heizwasserwerte sorgt und entlässt damit den Heizungsbauer aus dessen Verpflichtung nach DIN 2035 Blatt 2. Der Heizungsbauer, der sich weiterhin unbekümmert zeigt und nicht reagiert, setzt sich einer großen Gefahr aus: Sollte ein Schaden an einer von ihm erstellten Anlage entstehen – und das passiert ja oft genug – wird zunächst nach Herstellergarantie und nach der Versicherung gerufen.

Beide Institutionen haben aber schnell gelernt. Es wird eine Heizwasserprobe entnommen und analysiert. Werden hieraus Anhaltspunkte gewonnen, die auf nicht durchgeführte (jährlich vorgeschriebene) Kontrolle oder unterlassenen Service schließen lassen, ist der Anspruch gegen Hersteller oder Versicherungen Makulatur.

Der Heizungsbetreiber aber kann sich unter Umständen am Heizungsunternehmer schadlos halten, denn der ist ja gemäß VDI 2035 Blatt 2 zur Mithilfe verpflichtet. Es sei denn, der Heizungsunternehmer weist eine Befreiungserklärung vor. Die Rechtsprechung legt erfahrungsgemäß die Richtlinien der VDI 2035 zugrunde.
Für den Heizungsbauer heißt das:
Entweder er hält die von ihm erstellten Anlagen vorschriftsmäßig und gegen Bezahlung nach DIN 2035 in Ordnung, oder er kann eine vom Betreiber unterschriebene Befreiungserklärung vorweisen. Weiterhin heißt das für den Heizungsbauer:
Entweder er verzichtet auf ein gutes Zusatzgeschäft und trägt das volle Risiko für evtl. Regressansprüche,
oder er erweitert gewinnbringend seinen Servicebetrieb und entgeht dem o.g. Risiko.

Wartungsaufkleber für Heiztechnik mit Inhibitoren

Sehr hilfreich für die Durchführung der Kontroll- und Servicearbeiten sind die seit Kurzem (nur bei uns) erhältlichen selbstklebenden Inhibitoren-Wartungsetiketten. Auf diesen Wartungsaufklebern sind wichtige Merkmale für die VDI 2035 vorgegeben und die systemrelevanten Daten werden schriftlich festgehalten.
Das erleichtert auch die künftigen Wartungsbesuche und erspart die stets neue Ermittlung feststehender Anlagemerkmale. Ebenfalls können die verwendeten Inhibitoren eingetragen werden und deren Kenntnis steht bei jedem neuen Wartungsbesuch zur Verfügung. Auch auf den nächsten vorgeschriebenen Wartungsbesuch wird hingewiesen. Mit einem extra eingedruckten Firmeneindruck hinterlässt der Fachbetrieb zusätzlich noch seien guten Namen beim Kunden.
Die Wartungsetiketten für Heizungsanlagen mit Inhibitoren können beim Fachverlag für Heizungsdrucksachen:
Fachverlag Ball, 23738 Lensahn Tel. 0 43 63 / 25 71 (Fax 0 43 63 / 20 51) bezogen werden oder über diesen Button Artikel bestellen

Haben Sie bereits Erfahrungen mit der Kontrolle und Wartung von Heizungsanlagen mit Inhibitoren gemacht?

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